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Ichthys - Der Fisch - Die wahre Kirche

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Ichthys - Der Fisch




Der Fisch der
wahren Gemeinde

Der Fisch gilt als Erkennungszeichen von Christen.
Im ersten Jahrhundert wurden Christen von Nero verfolgt. Deshalb verwendeten sie in dieser Zeit den Fisch als Geheimzeichen, um sich einander als Gläubige zu erkennen zu geben. Jemand zeichnete einen Bogen auf den Boden und die andere Person gab sich durch die Ergänzung mit dem Gegenbogen als Christ zu erkennen.

"ICHTHYS" bedeutet im Griechischen „Fisch“. Mit den Abkürzungen lässt sich ein einfaches Glaubensbekenntnis formulieren.

Iesóus - Jesus
Christós - Christus [der "Gesalbte", auf Hebräisch "Maschiach" (Messias)]
Theoú - Gottes
Hyiós - Sohn
Soter - Retter,  Erlöser   http://wegedeslebens.info/HOME/Ichthys.html

Ich glaube an Jesus Christus, den Sohn Gottes und Erlöser der Welt.

Das Kreuz wird oft lediglich als Schmuck und nicht als Bekenntnis zu Jesus getragen. Da bietet sich der Fisch als Alternative an.
Manche Menschen meinen auch, das Kreuz kann ja nichts schaden. Es wird einen schon schützen. Bei solcher Interpretation ist das Kreuz wie ein Talisman zu verstehen. Es wird zum Aberglauben. Die dahinterstehende Macht des Gottessohnes Jesus Christus wird von diesen Trägern nicht als Ursache gesehen.
Der Fisch ist das Kennzeichen der wahren Gemeinde (Ecclesia). Der Begriff „Kirche“ wurde erst später eingeführt, nach der Urgemeinde des ersten Jahrhunderts, wie sie in der Apostelgeschichte des neuen Testamentes beschrieben ist.


Quo vadis

Vielleicht haben Sie schon mal den Film "Quo vadis?" gesehen oder das Buch gelesen. Die Thematik des Buches spielt zur Zeit der römischen Christenverfolgungen. Bei einer Gelegenheit spielt das Fischzeichen eine entscheidene Rolle.

Marcus Vicinius hat sich in das Mädchen Lygia verliebt. Diese lebt im Haus des Aulus. Marcus sah Lygia eines Morgens vor Sonnenuntergang, als sie sich am Springbrunnen wusch. Aber - bevor Marcus sich ihr nähern konnte, war sie verschwunden. Marcus rennt zu seinem Freund, Petrionius, der ein einflußreicher Römer und zugleich ein Freund Neros ist. Der kann ihm helfen. Aber wo soll man Lygia finden? Woran ist sie zu erkennen?

Da entsinnt sich Marcus: Er traf Lygia auf dem Landsitz des Aulus. Sie hielt ein Schilfrohr in der Hand, dessen Kolben sie ins Wasser tauchte, um die im Umkreis wachsenden Irisblumen damit zu besprengen. Es sprach mit ihr, sie senkte den Kopf und zeichnete etwas in den Sand. Dann blickte sie flüchtig empor, ließ ihre Augen von dem Zeichen zu ihm schweifen, als wollte sie etwas fragen und entfloh dann plötzlich. Lygia hatte einen Fisch in den Sand gezeichnet. Einen Fisch? Was sollte das wohl bedeuten?

Petronius läßt alle seinen Verbindungen spielen - und endlich: Eines Tage wird ein griechischer Skalve gemeldet. Er heißt Chilion.

Der Grieche Chilion erklärt dem Römer Petronius das geheimnisvolle Zeichen der Christen:

„Gruß und Ehre dem edeln, ritterlichen Tribun und dir, Herr!" sprach Chilon beim Eintreten. „Möge euer Glück euerm Ruhme gleichen, der Ruhm eures Namens aber durcheile die ganze Welt, von den Säulen des Herkules bis an die Grenzen des Arsakidenreiches." - „Sei mir gegrüßt, tugendhafter und weiser Gesetzgeber", erwiderte Petronius, während Vinicius mit erkünstelter Ruhe fragte: „Was bringst du?" - „Neulich, o Herr, brachte ich dir die Hoffnung, heute bringe ich die Gewißheit, daß sich das Mädchen finden wird." - „Du willst also sagen, daß es bisher noch nicht gefunden ist?" - „So ist es, Herr; aber ich habe erfahren, was das Zeichen bedeutet, das sie dir machte. Ich weiß, wer die Leute sind, die sie herausgehauen haben, und ich weiß, welche Gottheit diese Bekenner verehren."

Vinicius, ungeduldig wie immer, wollte von seinem Sitz aufspringen, doch Petronius hielt ihn zurück, wandte sich an Chilon und sagte: ,,Sprich weiter." - „Bist du deiner Sache völlig sicher, Herr, daß das Mädchen einen Fisch in den Sand zeichnete?" - „Gewiß!" rief Vinicius erregt. - „Dann ist sie also Christin - und die Christen haben sie herausgehauen."

Es entstand eine kurze Stille. „Höre, Chilon" sagte Petronius endlich, „mein Verwandter hat dir für die Auffindung des Mädchens eine erhebliche Geldsumme in Aussicht gestellt, gleichzeitig aber auch eine gehörige Tracht Prügel, falls du ihn täuschen solltest. Im ersten Falle kannst du nicht nur einen, sondern drei Skribenten kaufen, im zweiten Falle wird selbst die Philosophie aller sieben Weisen zusammen mit deiner Weisheit nicht ausreichen, dir eine heilende Salbe zu verschaffen." - „Das Mädchen ist eine Christin, Herr", rief der Grieche aus. - „Bedenke, Chilon. Du bist nicht dumm! Wir wissen, daß Junia Silana und Calvia Crispinilla Pomponia Graecina des christlichen Aberglaubens ziehen, aber wir wissen auch, daß das Hausgericht sie von diesem Verdacht freisprach. Willst du ihn jetzt wieder erheben? Willst du uns einreden, daß Pomponia und Lygia zu den Feinden des Menschengeschlechts, zu den Brunnen- und Quellenvergiftern und den Kindesmördern gehören, die sich den schändlichsten Ausschweifungen ergeben? Bedenke alles wohl, Chilon, damit die These, die du uns verkündet hast, nicht als Antithese auf deinem Rücken widerhallt."

Chilon aber sagte: „Herr, sprich folgenden Satz griechisch aus: Jesus, Christus, Gottes Sohn, Erlöser." - „Gut, ich spreche es. Was soll das aber?" - „Jetzt nimm den ersten Buchstaben jedes Wortes und setze sie zu einem Worte zusammen." - „Fisch!", rief Petronius verwundert. - „Deshalb also wurde Fisch zum Losungsworte der Christen!" erwiderte Chilon stolz. Alle schwiegen eine Weile. Die Beweisführung des Griechen war so schlagend, daß sich die beiden Freunde des Staunens nicht erwehren konnten.

"Vinicius", fragte Petronius, "irrst du dich nicht, hat Lygia auch tatsächlich einen Fisch aufgezeichnet?" - "Bei allen Göttern der Unterwelt, man könnte toll werden!" rief erregt der junge Mann. „Hätte sie einen Vogel gezeichnet, so würde ich sagen, es war ein Vogel." - "Dann ist sie eine Christin!" wiederholte Chilon. - "Das heißt", sagte Petronius, "daß Pomponia und Lygia Brunnen vergiften, Kinder töten und sich der Ausschweifung ergeben. Unsinn! Du warst länger in ihrem Hause als ich, aber ich kenne Aulus und Pomponia, ja selbst Lygia gut genug, um sagen zu können, daß dies Torheit und Verleumdung ist. Wenn der Fisch wirklich das Losungswort der Christen ist und wenn Pomponia und Lygia Christinnen sind, dann sind die Christen eben nicht das, wofür wir sie halten!"   

 
 
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