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Ich gehöre dazu - Die wahre Kirche

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Ich gehöre dazu

 

Wenn Sie/Du auch einen Beitrag schreiben möchten/möchtest: Warum gehöre ich zur wahren Kirche? Was bedeutet die wahre Kirche für mich? Bitte ein Foto, falls gewünscht, und weitere Bilder zum Text oder ganz ohne Bilder (nur Text) an E-Mail: herbert.woelfel (at) wahrekirche .de





 

Roland Hanisch

Was die wahre Kirche für mich bedeutet

Zur wahren Kirche gehören alle Christen, die sich an Jesu Wort halten und dies anhand der Heiligen Schrift immer wieder prüfen. Sie lieben Jesus und sie lieben sich untereinander. So wie ihnen durch Jesus vergeben wird, so vergeben sie sich gegenseitig. Auch die Glaubenskriege verschiedener Religionsgemeinschaften ändern nichts daran, dass einzelne Mitglieder zur wahren Kirche gehören. Errettet bin ich durch Jesus Christus und nicht durch eine Kirche. 

Roland Hanisch, 19. Mai 2016, Hopfensee, Füssen


Was ich euch wünsche


Refrain:
Was ich euch wünsch' ist gut genug.
Es reicht für hundert Jahre.
Dass es gelingt, was ihr auch tut
und dass euch Gott bewahre.

1) Ich wünsch' euch, dass ihr Freunde habt,
die immer zu euch steh`n,
dass wenigstens ein Einz'ger bleibt,
wenn alle Andern gehn.

2) Dass das Vertrauen, das ihr aufbaut,
nicht wie ein Kartenhaus zerfällt,
wenn sich am Horizont
ein Sturm zusammenbraut.

Refrain:
Was ich euch wünsch' ist gut genug.
Es reicht für hundert Jahre.
Dass es gelingt, was ihr auch tut
und dass euch Gott bewahre.

3) Und dass ein Friede in euch ist
in einer kalten Zeit,
dass, wenn ein neuer Morgen kommt,
beendet jeden Streit.

4) Dass ihr euch nicht zerreißen müsst
aus irgend einem Grund,
dass euer Leben sinnvoll ist,
beneidenswert und bunt.

Refrain:
Was ich euch wünsch' ist gut genug.
Es reicht für hundert Jahre.
Dass es gelingt, was ihr auch tut
und dass euch Gott bewahre.


Roland Hanisch
Methodisten Bayreuth



Clemens Bernhard

Ich gehöre dazu,

weil Gott nicht aufgehört hat, mich zu lieben.

Aufgewachsen bin ich auf einem Bauernhof mit noch 5 Geschwistern, katholisch erzogen. Ich muss sagen, ich hatte eine wunderschöne Kindheit. Auch meine Jugendzeit habe ich ganz und gar genossen. Irgendwie hatte ich aber als Ministrant in der katholischen Kirche Gott nicht mehr auf dem Schirm. Es gab keine persönliche Beziehung zu Ihm. Es wurde auch gar nicht zu verstehen gegeben, dass der Herr Jesus Christus dies möchte. Erst im Alter mit 28 Jahren konnte ich durch das Lesen der Bibel und die Hilfe von Freunden erkennen, dass Gott mich als sein Kind wollte, dass es wichtig ist, Ihn in mein Leben einzuladen. Hört sich völlig kompliziert an, zu erkennen, dass Jeder Mensch Sünder aus Gottes Sicht ist. Und diese Schuld kann nur durch den Glauben an den Herrn Jesus Christus gesühnt werden. Das zu erkennen, dass ich vor Gott Sünder bin, weil ich ein Mensch bin, hat mir die Augen aufgetan und mein Herz.

Ich durfte erkennen, Jesus Christus ist der Erlöser. Er macht den Weg frei zu Gott. Mit Jesus an der Hand stehe ich nun vor Gott ohne Sünde da. Ich bin frei und ohne Schuld.
Nun kann ich mit meinem Gott über alles reden. Er versteht mich und hilft mir überall. Ich habe meinen besten Freund und Schöpfer gefunden und meinen Vater im Himmel.
Es ist ein Geschenk. Völlig aus Gnade bin ich errettet. Das macht mich froh und glücklich. Ich freue mich, dass diese Freundschaft und Beziehung über den Tod hinaus reicht und ich dann weiter im Himmel bei Ihm sein darf.

Nun ist es mein Ziel, Gott durch mein neues Leben eine Freude zu machen, mit Ihm zu leben, Ihn in mein Leben einzubeziehen mit allem, was mich als Mensch ausmacht, mit all meinen Fehlern, Sünden, Freud und Leid. Alles möchte ich mit Ihm teilen, denn er kennt mich und weiss auch, was ich morgen benötige. Er wird mich versorgen und auch stärken, die Freude geben, welche allein in Christus ist.

Gott liebt dich, weil er dich erschaffen hat. Und er gab seinen Sohn für dich hin am Kreuz, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

Clemens Bernhard, Heimertingen






Daniela Bernhard


Warum ich zur wahren Kirche gehöre

Dass Gott eigentlich nicht in unsere menschlichen religiösen Vorstellungen passen kann, war mir schon früh im Leben klar - ich machte mir meinen eigenen Kopf und später auf die Suche - doch erst, als Gott m i c h fand, schenkte E R mir Klarheit: Die wahre Kirche ist unsichtbar! Sie ist keine Institution, hat nichts mit Religion zu tun (Religion beruht immer auf menschliche Vorstellungen und Versuche, durch eigenes Handeln (1) in Form von bspw. Opfern, Ritualen etc. Gott näher zu kommen bzw. ihn gnädig zu stimmen).
Gott, genauer Jesus Christus, machte mir unmissverständlich klar, dass ich überhaupt nicht in der Lage bin, irgendetwas für mein Seelenheil beizutragen (2). Ich als beschränkter Mensch aus Fleisch und Blut mit subjektiven Wahrnehmungen und Vorstellungen und mit einer letztlich aus mir selbst entsprungenen Weltanschauung kann unmöglich aus mir selbst heraus die Wahrheit auch nur annähernd herausfinden.
Er begegnete mir, wenn auch nicht leiblich, so doch geistig, auf jeden Fall real, und hielt mir erst mal einen Spiegel vor. Da musste ich schlucken, obwohl er das sehr liebevoll tat, als ich erkannte, wie übel ich ohne ihn dran wäre - eine Sünderin, die es ganz und gar nicht verdient hat, Gott, der heilig ist, überhaupt nahe zu kommen (3). Um mich kurz zu fassen: Jesus hat mich trotzdem angenommen. Ich musste nicht erst ein besserer Mensch werden oder ihm was beweisen. Ich übergab ihm mein altes bisheriges Leben und wollte ihn nun als leitenden Vater über mein ab jetzt neues Leben anerkennen (4).
So zählt er mich nun zu seiner Familie, die er sich selbst teuer am Kreuz erkauft hat. Er baut somit selbst seine Kirche (oder Gemeinde). Sie ist weltweit und logischerweise nicht einer staatlichen Gewalt unterworfen. Er organisiert seine Mitarbeiter(innen). Sie besteht aus Menschen, die ihn als ihren Gott und Erlöser anerkennen und ihm vertrauen (5). Er ist das Oberhaupt - kein irdischer Mensch (6).
Seither empfinde ich große Dankbarkeit ihm gegenüber; freue mich über viele (neue) Geschwister und einer echten, von Liebe geprägten Gemeinschaft, in der Gottesdienste kein Krampf, kein Ritual, keine Pflichterfüllung sind, sondern Beziehungspflege zu ihm und den Geschwistern. Egal, wo ich hinkomme, es besteht unter gläubigen Christen und Christinnen eine geistliche Einheit, auch wenn man sich noch nicht kennt. Es macht einfach Freude, unserem gemeinsamen Vater Loblieder zu singen, zusammen seiner Gnade zu gedenken, lehrreiche und interessante Predigten mitzuerleben und somit im Glauben zu wachsen.
Ich gehöre zur wahren Kirche, weil ich mich von Jesus Christus persönlich habe dazu einladen lassen. Dazu brauchte es keine Sakramente oder Mitgliedschaft. Allein die Hinwendung zu ihm und der Glaube als feste Zuversicht und Hoffnung genügten.

Daniela Bernhard aus Heimertingen

Bibelstellen (zitiert aus AT: Schlachter Übersetzung, Version 2000; NT: Neue Genfer Übersetzung)

(1) Jesaja 55,8 und 9
Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

(2) Epheser 2,8
Durch Gottes Gnade seid ihr gerettet, und zwar aufgrund des Glaubens. Ihr verdankt eure Rettung also nicht euch selbst; nein, sie ist Gottes Geschenk.

(3) Römer 3,10-12
Alle stehen unter der Herrschaft der Sünde, genau wie es in der Schrift heißt: „Keiner ist gerecht, auch nicht einer. Keiner ist klug, keiner fragt nach Gott. Alle sind vom richtigen Weg abgewichen, keinen Einzigen kann Gott noch gebrauchen. Keiner handelt so, wie es gut wäre, nicht ein Einziger.

(4) 1. Johannes 1,9
Wenn wir unsre Sünden bekennen, erweist Gott sich als treu und gerecht: Er vergibt uns unsere
Sünden und reinigt uns von allem Unrecht, das wir begangen haben.

(5) 1. Petrus 2,5
Lasst euch selbst als lebendige Steine in das Haus einfügen, das von Gott erbaut wird und von
seinem Geist erfüllt ist.

(6) Matthäus 23,9
Auch sollt ihr niemand hier auf der Erde „Vater“ nennen, denn nur einer ist euer Vater, der Vater im Himmel.

(7) Johannes 3,16
Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.





Andreas und Ilona H.

Ich frage mich:

Was ist die wahre Kirche ?
Wo soll ich sie suchen?
Wo werde ich sie finden?
Die wahre Kirche ist dort, wo Gottes Wort gegenwärtig ist.
Wo die Bibel als Wahrheit angenommen und gepredigt wird!
Wo in Gottesdiensten, Bibelstunden und Hauskreisen das Wort Gottes gelesen wird und ein Austausch erfolgt!
Jesus ist das Haupt der wahren Kirche.
Kurz -  die wahre Kirche ist bei Gott und bei mir selbst.

Für mich ist Jesus der einzige Weg in meinem Leben, der zu Gott führt. Er hat uns in Joh. 14 ff. sehr deutlich und eindringlich erklärt, wie unser Glaube nur zusammen  wirksam ist. Jesus erklärt es im Detail, wie unser Glaube und die wahre Kirche zu verstehen sind - nämlich   
Vater, Sohn u. Heiliger Geist.
Jesus hat uns nicht hier allein gelassen, sondern hat dafür gesorgt, dass der Heilige Geist uns in seiner Abwesenheit schützt.
Er hat uns versprochen, alles beim Vater für den Zeitpunkt vorzubereiten, wenn er wiederkommt und uns holt und wir zusammen zu Gott gehen werden, wenn unsere Zeit gekommen ist.
Wir kommen nur durch Jesus zum Vater. Er ist der Wegbereiter zum ewigen Leben.
„Denn mein Plan mit euch steht fest: Ich will euer Glück und nicht euer Unglück. Ich habe im Sinn, euch eine Zukunft zu schenken, wie ihr sie erhofft. Das sage ich, der Herr!!“ So verspricht uns Gott ganz klar in Jeremia 29,11, dass unser Leben schon vorgeplant ist von dem, der alles erschaffen  hat.

Dass Jesus für mich der Wegbereiter zu einem anderen Leben ist, als ich mir mein Leben mal vorgestellt habe, hat Jesus mir in den vergangenen Jahren klar gezeigt.
Er hat mein Leben vorbestimmt und hat meinen Namen im Buch des Lebens eingetragen.
Nicht mein Wille geschehe, sondern sein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf Erden. So hat uns Jesus zu beten gelehrt.

Er hat mich auch in meiner schlimmsten Lebenslage beschützt und behütet und mir gezeigt, dass er immer für mich da war und immer ist!
Diese Erkenntnis erlangte ich erst, weil Jesus mich zu sich gerufen hat und ich die Tür zu ihm geöffnet habe und er mit Macht in mein Leben gekommen ist, mich umgekrempelt hat und ich ihm mein Leben  komplett übergeben habe.
Was kann mir schon passieren, wenn ich in ihm und er mit mir lebt.
Seine Wege sind für uns immer mit Weitsicht geprägt.
Jesus hat mich in eine Gemeinde geführt, wo ich meinen Glauben mit anderen Christen leben kann, die mich verstehen, mir weiterhelfen und da sind, wenn ich sie brauche.
Ungezwungen leben, seinen Frieden finden und das Licht Jesu weiter tragen ist das, was ich für mein Leben brauche!!

Jesus reicht jedem Menschen die Hand.
Greife nach ihr und dich erwartet bedingungslose Liebe!!






Gedanken und Überzeugung von:
Andreas H.   Jahrgang 1955
Ilona H.       Jahrgang 1958

Gemeinde:
die APIS  Memmingen

Landesbischof i.R. Heinrich Herrmanns

(Zum Interview "Schrift und Bekenntnis" ins Bild klicken)

Oft beten wir in unserer Morgenandacht um die "ewige Kirche" mit dem Gebet Melanchtons:

Ich sage dir Dank, allmächtiger Gott,
ewiger Vater unseres Herrn Jesus Christus.
Du hast mit deinem Sohn und dem Heiligen Geist
den Himmel und die Erde sowie Menschen
und alle Kreaturen geschaffen.
Du sammelst in unermesslicher Güte
um des Sohnes willen eine ewige Kirche.
Bedediktiner - Abtei Ottobeuren, Basilika St. Alexander und Theodor, Romanisches Gnadenkreuz (um 1220)

Ich bitte dich, sammle dir immer unter uns eine ewige Kirche.
Lass um deiner Ehre willen nicht zu,
dass unter uns das Licht des Evangeliums
und die Kenntnis deines Sohnes
und die wahre Anrufung ausgelöscht werde.

Bewahre, die dich wahrhaft erkennen und ehren,
und mach uns zu Gefäßen deiner Gnade
und zu deinen dienstbaren Werkzeugen,
die dich in aller Ewigkeit
in wahrer Dankbarkeit und Freude preisen.

       Nach Philipp Melanchthon (1497 - 1560) 

Löhe über die Kirche
Auszug aus: "Seht auf die Innenseite...", Heinrich Herrmanns

Von der Kirche sagt Löhe: Die Kirche ist eine, gesammelt aus allen Völkern, die allgemeine, die wahrhaft katholische. Diesen Begriff "katholisch" versteht Wilhelm Löhe vom ursprünglichen Wortsinn her als "allumfassend". "Katholisch" ist die weltweite Kirche, die sich aufbaut auf der Lehre der Apostel, und die in Einheit und Heiligkeit besteht. Immer ist dieser Wortsinn mitzuhören, dieses Allumfassende der Kirche. Sie ist, so sagt Löhe - ein berühmtes Wort von ihm: "der große Gedanke, der noch in der Erfüllung ist".
Die Kirche, der Löhe dient, ist eigentlich die alte, urchristliche Kirche der Apostel, deren reines Bekenntnis Luther, so sagte Löhe, unter den Neuigkeiten und Mißbräuchen der römischen Kirche wieder hervorgeholt hat. Ich zitiere: "Hier nennt sich die wahre Kirche", da ist er schon wacker selbstbewußt, "einstweilen noch lutherisch, bis ihr die besseren Namen zufallen. Im Himmel hat sie je und je die besseren Namen getragen und trägt sie noch." Eigentlich, so meint Löhe, sollte sie christlich, katholisch und apostolisch heißen. Diese Kirche muss die "Fackel der Wahrheit zu allen Völkern" tragen.


Schrift und Bekenntnis
Dr. Gerhard Bergmann

* 25. Juli 1914 in Hagen; † 20. November 1981 in Esslingen am Neckar
war ein evangelischer Pastor, Prediger und Evangelist.

Auszug aus seinem Büchlein
Wenn es doch alle Menschen in Ost und West nicht nur hören, sondern auch ernst nehmen würden:

Jesus Christus vereint. Er vereint Menschen, Ehen, Familien, Rassen, Klassen, Völker. 

Die wahre Gemeinde Jesu geht quer durch alle Konfessionen hindurch.

Die Christusverbundenheit überragt alles und läßt jede Verschiedenheit absinken. Christen lieben sich, ohne sich zu kennen.
Das Volk Gottes ist eine Familie. Darum wollen wir auch die Konsequenzen daraus ziehen. Nur keine kalten, toten Sterne in fröstelnder Einsamkeit werden.










Herbert Wölfel

Ich bedaure oft, dass es so viele unterschiedliche christliche Kirchen und Gemeinschaften gibt. Trotzdem hat es auch den Vorteil, dass jeder Mensch eine passende Gemeinschaft finden kann. Und weil Jesus die Natur des Menschen kennt, hat er alle Gläubigen so angenommen, wie sie sind. Er ist für alle ans Kreuz gegangen, um alle Sünden mit ans Kreuz nageln zu lassen und Frieden mit dem Vater zu schaffen, der heilig ist und uns wegen der Sünde (Trennung von Gott) bestrafen müsste. Die größte Sünde ist, wenn ein Mensch von Gott, seinem Schöpfer, nichts mehr wissen möchte.

Als Kind wurde ich in die evangelisch lutherische Kirche hinein getauft. Taufkirche war die Stadtkirche Bayreuth. Mich hat niemand gefragt. Meine Eltern taten dies, weil es eben so üblich war. Als ich 14 Jahre alt war, wurde ich, wie alle meine gleichaltrigen evangelischen Mitschüler der Hauptschule (Volksschule) Herzoghöhe, in der Kreuzkirche Bayreuth konfirmiert. Die Konfirmation soll eine Bestätigung des Taufversprechens der Paten sein. Ich habe im Konfirmationsunterricht und im Religionsunterricht manches über den Glauben gelernt, an das ich mich später wieder erinnern konnte. Natürlich ist es ein Gnadenakt Gottes, wenn ein Mensch an seinen Schöpfergott und an seinen Erlöser Jesus Christus glaubt und er in der Taufe mit der Kraft des Heiligen Geistes das Heil Gottes zugesprochen bekommt. Jeder, der als Kind getauft wurde und an Jesus Christus glaubt, ist errettet und heil (geheiligt). Es möge sich aber niemand darauf berufen, dass er getauft und konfirmiert oder gefirmt sei. Das Ganze ist zunächst nur ein Papier. Trotzdem stellte ich mit 18 Jahren fest, dass in der Bibel immer nur Menschen getauft wurden, die selbst den Ruf Gottes verspürten, selbst glaubten und sich selbst für Jesus entschieden. Das Argument „…und sein ganzes Haus“ wiegt für mich nicht so schwer und ist auch nicht so eindeutig, wie alle anderen Berichte des Neuen Testaments über die Taufe. Es gibt keinen Bericht in der Bibel, wo es heißt, dass ein Kind getauft wurde. Es gibt viele Berichte, dass Erwachsene getauft wurden. Jesus selbst hat nicht getauft. Er segnete die Kinder. So ließ ich mich, da ich bei der Konfirmation keine bewusste Entscheidung für Jesus traf, sondern meinen Spruch vorgetragen hatte, bei den Baptisten in Bayreuth mit 18 Jahren taufen, da ich mein Verlorensein ohne Christus, mit Hilfe des Heiligen Geistes, erkannte. Auslöser war ein Anspiel bei einem Offenen Abend der Gruppe Luther Bayreuth - "Ihren Pass bitte". Den Pass für das Himmelreich hatte ich noch nicht. Siehe auch: 6000 Punkte für den Himmel

Luther und die Taufe - eine erstaunliche Abhandlung, Download Taufe Teil 3


Arno Backhaus und was die Dresdner über die Taufe erzählten (August 2015)
Am Wochenende haben wir mit einer Hand voll Christen in der Fußgängerzone von Dresden gestanden, die Frommen wild und die Wilden etwas fromm gemacht. Wir hatten etliche gute und konstruktive Gespräche.
Heute Morgen standen wir vor der Frauenkirche und haben die Touristen u.a. mit diesem Spruch konfrontiert:
Sag mal, bist du Christ?
Natürlich
Warum?
Weil ich getauft bin.
Warum bist du getauft?
Weil meine Eltern das so wollten.
Warum wollten das deine Eltern so?
Weil sie Christen waren.
Warum waren deine Eltern Christen?
Weil sie getauft waren.
Warum waren sie getauft?
Weil es ihre Eltern so wollten.
Warum wollten es ihre Eltern so?
Weil sie...
http://www.arno-backhaus.de/
oder Facebook
https://www.facebook.com/arno.backhaus

Alle Menschen, die Jesus Christus als Herrn, Heiland und Erlöser angenommen

haben, gehören zur wahren Kirche. Jede Gemeinschaft, die christozentrisch ist, also Jesus in der Mitte hat, gehört zur weltweiten Kirche. Ich meine die Kirche, die von Gott gewollt ist und wo Jesus bereits bei einer Versammlung von zwei oder drei dabei ist, wie er es versprochen hat. Gemeinde, Versammlung, Ecclesia, Gemeinschaft, Kirche – das sind nur einige Begriffe, die unter „Kirche“ zu verstehen sind. Alle Christen, nicht „Papierchristen/Namenschristen“, sind durch den gleichen Glauben miteinander verbunden. Jesus selbst entscheidet, wer zu ihm dazu gehört.
Da darf ich auch nicht zu selbstsicher und überheblich sein. Allerdings darf und soll ich Heilsgewissheit haben. Es steht geschrieben – darauf kann man sich berufen. Lies die Bibel.



Ich freue mich, dass Gott überall seine Leute hat. Mit Ihnen fühle ich mich verbunden. Mit Ihnen möchte ich einst im Himmel beieinander sein. Gott bewahre mich aus Gnaden vor dem Ort, an dem alle Übeltäter, die Jesus abgelehnt haben, vor dem Ort, wo alle nicht erlösten Kriminellen, Verbrecher, Mörder, Übeltäter, Gotteslästerer, Kinderschänder usw.  beieinander sein werden, getrennt von Gott  - ein schrecklicher Ort. Dort wird Heulen und Zähneklappern sein. Luther übersetzte diesen Ort mit „Hölle“. Wenn Jesus das sagt, dann stimmt es. Für mich gilt, was Jesus sagt:
„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“   Joh. 14,6

Herbert Wölfel
Jahrgang 1956
Gemeinde:

- Jugend CVJM

- Bis 18 Jahre Evangelisch Lutherisch

- Gruppe Luther Bayreuth
- EFG Evangelisch freikirchliche Gemeinde ( Baptisten),

- FEG Freie evangelische Gemeinde  ("dort wo Peter Strauch")

- Christliche Gemeinde Memmingen CGMM
Jetzt Landeskirchliche Gemeinschaft Memmingen, die-Apis







William MacDonald
7. Januar 1917 bis 26.12.2007

Kirchenmitgliedschaft

Die einzige Mitgliedschaft,
die bei Gott zählt, ist die Zugehörigkeit zur wahren
Kirche, zum Leib Christi. Alle, die wirklich an Jesus
glauben, gehören dazu – egal ob sie einer Kirche
angehören oder nicht. Diese Mitgliedschaft ist kein
Mittel zum Heil, sondern das Ergebnis des Glaubens
an Christus.

Regelmäßiger Gottesdienstbesuch

So wertvoll er an sich ist, hat er doch keine rettende Kraft.







Herbert Klump

Auszug aus:


Die Gemeinschaft der Heiligen

Da der Heilige Geist immer auch der Geist der Gemeinschaft ist, gehören Christen zusammen. Wer als Christ bewußt allein sein will, kann kein Glied am Leibe Christi sein!

Die Familie Gottes ist die aufregendste Verwandtschaft, die es gibt, und darum voll von immer neuen Überraschungen.

Die Verwandtschaft Jesu ist weltweit und überkonfessionell. Das ist etwas Einmaliges und mit keiner anderen Verwandtschaft zu vergleichen. 

Fromme Zigeuner sind ständig unterwegs, ohne in einer Gemeinde seßhaft zu werden.

Wer die Gemeinschaft der Heiligen verläßt, verliert den Schutz und die Geborgenheit des Schafstalles Gottes und wird dabei zum Freiwild Satans.

Jede Gemeinde, die von sich behauptet, die allein richtige zu sein, ist ganz sicher auf dem falschen Weg. Einheit trotz Vielfalt - darin besteht das unermüdliche Wirken des Heiligen Geistes im Reich Gottes.




 
A.W. Tozer
Was ist die wahre Kirche?

Jedes geistliche Problem ist im Grunde ein theologisches Problem. Die Lösung findet sich da, wo das Neue Testament gelesen und richtig verstanden wird. Das richtige Verstehen setzt eine geistliche Sicht voraus, die mit einem Punkt zu vergleichen ist, von dem aus man eine ganze Landschaft überblicken kann, wodurch alle Details in ihren richtigen Größenverhältnissen erkannt werden können. Wenn ein solcher Punkt gefunden ist, dann sind wir in der Lage, jede Lehre und jeder Interpretation, die uns als Wahrheit angeboten wird, zu beurteilen.

Ein angemessener Umgang mit den Gaben des Geistes in der Kirche hängt von einer zutreffenden Vorstellung vom Wesen der Kirche ab. Die Frage der Geistesgaben kann nicht von der Frage nach der Kirche getrennt und isoliert behandelt werden. Die wahre Kirche ist ein geistliches Phänomen, das in der menschlichen Gesellschaft seinen Platz hat und mit ihr bis zu einem gewissen Grad verbunden ist, aber sich dennoch in bestimmten Punkten scharf von dieser Gesellschaft unterscheidet.

Die Kirche wird gebildet von erneuerten Menschen, die sich von anderen darin unterscheiden, daß sie eine andere Form von Leben in sich tragen, die sie empfingen, als sie von Neuem geboren wurden. Sie sind Kinder Gottes auf eine Weise, die so nicht für alle Menschen gilt.

Ihr Ursprung ist in Gott und ihr Bürgerrecht ist im Himmel. Sie beten Gott im Geist an, freuen sich in Jesus Christus und verlassen sich nicht auf das Fleisch. Sie bilden eine auserwählte Gemeinschaft, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein besonderes Volk. Sie haben das Anliegen eines zurückgewiesenen und gekreuzigten Mannes übernommen, der behauptete, Gott zu sein, und der seine Ehre dafür verpfändet hat, daß er ihnen einen Platz im Haus seines Vaters bereiten und zurückkommen wird, um sie in Herrlichkeit dorthin zu führen.

In der Zwischenzeit tragen sie sein Kreuz, ertragen, was immer ihnen um seinetwillen von ablehnenden Menschen auferlegt wird, handeln als seine Botschafter und tun Gutes an allen Menschen um seines Namens willen. Sie glauben gewiß, daß sie seine Herrlichkeit teilen werden, und dafür sind sie vollkommen bereit, dieselbe Ablehnung wie er von einer Gesellschaft zu ertragen, die sie nicht versteht.

Und sie tragen in sich keinen Haß - nur Barmherzigkeit und Liebe und den starken Wunsch, daß alle Menschen umkehren und zur Versöhnung mit Gott gelangen. Dies ist eine angemessene Zusammenfassung eines Teils der neutestamentlichen Lehre über die Kirche. Aber da gibt es noch einen Aspekt, der für diejenigen, die Informationen über die Gaben des Geistes haben möchten, von größerer Bedeutung ist. Die Kirche ist ein geistlicher Leib, ein organisches Gebilde, das allein durch das Leben zusammengehalten wird, das in ihm ist.

(aus dem Buch "Geistliche Tiefe gewinnen")

Aiden Wilson Tozer, besser bekannt als A. W. Tozer, war ein US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor. Seine Werke werden dem Evangelikalismus zugeordnet. 
Geboren: 21. April 1897, Newburg, Pennsylvania, Vereinigte Staaten
Gestorben: 12. Mai 1963, Toronto, Kanada



J.C. Ryle
Die wahre Gemeinde

„Auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.“ (Matthäus 16,18)

Ich möchte, daß sie der einen wahren Gemeinde angehören: Der Gemeinde, außerhalb derer es keine Errettung gibt. Ich frage nicht, wohin Sie am Sonntag gehen, ich frage nur: „Gehören Sie der einen wahren Gemeinde an?“ Wo ist diese eine wahre Gemeinde? Wie sieht diese Gemeinde aus? An welchen Kennzeichen kann diese eine wahre Gemeinde erkannt werden? Sie können gerne solche Fragen stellen. Schenken Sie mir ein wenig Ihrer Aufmerksamkeit, und ich werde Ihnen ein paar Antworten darauf geben.

Die eine wahre Gemeinde setzt sich aus allen Gläubigen an den Herrn Jesus zusammen. Sie besteht aus allen von Gott Auserwählten - allen bekehrten Männern und Frauen - aus allen wirklichen Christen. In wem auch immer wir die Erwählung durch Gott den Vater erkennen, die Besprengung mit dem Blut Gottes des Sohns und das heiligende Werk durch Gott den Geist, in dieser Person sehen wir ein Mitglied der wahren Gemeinde Christi.

Es ist eine Gemeinde, deren Mitglieder alle die gleichen Kennzeichen haben. Sie sind alle vom Geist wiedergeboren, sie besitzen alle „Umkehr zu Gott und den Glauben an unsern Herrn Jesus“ (Apg 20,21) und Heiligkeit in ihrem Leben und ihrem Reden. Sie hassen alle die Sünde, und sie lieben alle Christus. Sie beten unterschiedlich an, und nach verschiedener Art und Weise, einige beten in der Form eines Gebets an, einige ohne diese Form, einige beten kniend an, einige stehend, aber sie alle beten mit einem Herzen an.

Sie sind alle vom Geist geleitet, sie alle bauen auf eine Grundlage; sie alle beziehen ihre Religion aus nur einem Buch - das ist die Bibel. Sie sind alle auf ein großes Zentrum hin vereint - das ist Jesus Christus. Sie können auch jetzt mit einem Herzen „Halleluja“ sagen und sie können alle mit einem Herzen und einer Stimme antworten „Amen und Amen“.

Es ist eine Gemeinde, die von keinem Pastor auf der Erde abhängig ist, wie sehr sie auch diejenigen schätzen mag, die den Mitgliedern das Evangelium verkündigen. Das Leben ihrer Mitglieder hängt nicht von einer Kirchenmitgliedschaft oder Taufe oder Abendmahl ab - auch sie diese Dinge sehr schätzen, wenn sie gebraucht werden. Aber sie hat nur ein großes Haupt, einen Hirten, einen Erzbischof - und das ist Jesus Christus.

Er allein nimmt durch seinen Geist Mitglieder in seine Gemeinde auf, wenn auch Pastoren die Türen hinein zeigen können. Bis er nicht die Tür öffnet, kann kein Mensch auf Erden sie öffnen - weder Bischof, noch Älteste, noch Versammlungen, noch Synoden. Wenn ein Mensch einmal Buße getan hat und an das Evangelium glaubt, wird er in dem Moment ein Mitglied dieser Gemeinde. Wie der reumütige Dieb mag er keine Gelegenheit gehabt haben, getauft worden zu sein, aber er hat das, was weit besser ist als jede Wassertaufe: Die Taufe des Geistes.

Es mag sein, daß er nicht in der Lage ist, Brot und Wein beim Abendmahl zu empfangen, aber er ißt den Leib Christi und trinkt Christi Blut durch den Glauben jeden Tag, den er lebt, und kein Pastor auf Erden kann ihn davon abhalten. Er kann durch ordinierte Männer exkommuniziert worden sein, und von den äußerlichen Riten der angeblichen Gemeinde abgeschnitten sein, aber alle ordinierte Männer in der Welt können ihn nicht aus der wahren Kirche ausstoßen.

Es ist eine Gemeinde, deren Existenz nicht von Formen, Zeremonien, Kathedralen, Kirchen, Kapellen, Kanzeln, Taufsteinen, Priesterroben, Orgeln, Ausstattungen, Geld, Königen, Regierungen, Richtern oder irgendeiner wie auch immer gearteten Gunsterweisung aus der Hand von Menschen abhängt. Sie hat oft weitergelebt und fortbestanden, als ihr alle diese Dinge weggenommen worden waren.

Sie ist von denen, die ihre Freunde hätten sein sollen, oft in die Wildnis vertrieben worden, oder in Gruben und Höhlen in der Erde. Ihre Existenz hängt von nichts weiter ab als von der Anwesenheit Christi und seines Geistes, und weil sie immer mit ihr sind, kann diese Gemeinde nicht sterben.

Sie ist die Gemeinde, der die biblischen Ehrentitel der gegenwärtigen Ehre und Privilegien und besonders die Verheißungen der zukünftigen Herrlichkeit gehören, sie ist der Leib Christi, sie ist die Herde Christi, sie ist der Haushalt des Glaubens und die Familie Gottes, sie ist Gottes Haus, Gottes Stiftung und der Tempel des Heiligen Geistes. Sie ist die Gemeinde der Erstgeborenen, deren Namen im Himmel geschrieben sind, sie ist die königliche Priesterschaft, das auserwählte Volk, die ausgesonderten Menschen, das erkaufte Eigentum, die Wohnstätte Gottes, das Licht der Welt, das Salz und der Weizen der Erde, sie ist die „heilige katholische [allgemeine, christliche] Kirche“ aus dem Apostolischen Glaubensbekenntnis, sie ist die „eine, heilige, katholische [allgemeine, christliche] und apostolische Kirche“ aus dem Nizäischen Glaubensbekenntnis, sie ist die Gemeinde, der der Herr versprochen hat, daß sie „die Pforten der Hölle nicht überwältigen sollen“ , und zu der er sagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“.

Sie ist die einzige Gemeinde, die wahre Einheit besitzt. Ihre Mitglieder stimmen vollzählig in allen gewichtigeren religiösen Themen überein, denn sie sind alle vom Geist gelehrt. Über Gott und Christus und den Geist und Sünde und ihre eigenen Herzen und Glauben und Buße und Notwendigkeit von Heiligkeit und den Wert der Bibel und die Wichtigkeit von Gebet und die Auferstehung und das kommende Gericht - über all diese Punkte sind sie eines Sinnes. Nehmen Sie drei oder vier von ihnen, die einander fremd sind, von den entferntesten Ecken der Erde, untersuchen Sie sie unabhängig hinsichtlich dieser Punkte: Sie werden herausfinden, daß sie das alle gleich beurteilen.

Sie ist die einzige Gemeinde, die wahre Heiligkeit besitzt. Ihre Mitglieder sind alle heilig. Sie sind nicht bloß heilig in Stand, Name und Wohltätigkeit, sie sind alle heilig in Handlung und Tat und Realität und Leben und Wahrheit. Sie entsprechen alle mehr oder weniger dem Bild Jesu Christi. Kein unheiliger Mensch gehört zu dieser Gemeinde.

Sie ist die einzige Gemeinde, die wirklich katholisch [allgemein, allumfassend] ist. Sie ist nicht die Kirche irgendeiner Nation oder eines Volkes: Ihre Mitglieder können in jedem Teil der Welt gefunden werden, wo das Evangelium angenommen und geglaubt wird. Sie ist nicht auf die Grenzen irgendeines Landes beschränkt, oder auf irgendeine besondere Form oder äußerliche Regierung fixiert.

In ihr gibt es keinen Unterschied zwischen Juden und Griechen, Schwarzen und Weißen, Anglikanern und Presbyterianern - sondern der Glaube Christus ist alles. Ihre Mitglieder werden aus dem Norden und Süden und Osten und Westen versammelt werden und von jedem Namen und jeder Zunge sein - aber alle eins in Jesus Christus.

Sie ist die einzige Gemeinde, die wirklich apostolisch ist. Sie ist auf die von den Aposteln gelegte Grundlage angebaut und hält sich an die Lehren, die sie predigten. Die zwei großartigen Dinge, auf die ihre Mitglieder abzielen, sind apostolischer Glaube und apostolische Praxis; und sie betrachten einen Menschen, der davon redet, den Aposteln zu folgen, ohne diese zwei Dinge zu besitzen, als nicht besser als ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.

Dies ist die einzige Gemeinde, die sicher bis zum Ende erdulden wird. Nichts kann sie insgesamt umstürzen und zerstören. Ihre Mitglieder können verfolgt, unterdrückt, gefangen gehalten, geschlagen, enthauptet, verbrannt werden; aber die wahre Kirche wird nie insgesamt ausgelöscht; sie steht von ihren Leiden wieder auf; sie lebt weiter durch Feuer und Wasser hindurch. Wenn sie in einem Land vernichtet wird, kommt sie in einem anderes Land wieder hervor.

Die Pharaonen, die Herodesse, die Neros, die blutigen Marias haben sich vergeblich bemüht, diese Gemeinde zu unterdrücken; sie erschlagen Tausende von ihnen und dann vergehen sie und gehen an ihren eigenen Ort. Die wahre Gemeinde überlebt sie alle und sieht, wie sie einer nach dem anderen begraben werden. Sie ist ein Amboß, der viele Hämmer in dieser Welt zerbrochen hat und noch viele Hämmer zerbrechen wird; sie ist ein Busch, der oft brennt und doch nicht von den Flammen verzehrt wird.

Sie ist die einzige Gemeinde, von deren Mitglieder niemand umkommen kann. Sobald sie sich für die Listen dieser Gemeinde eingeschrieben haben, sind Sünder auf ewig sicher; sie werden nie verworfen. Die Erwählung durch Gott den Vater, die beständige Fürsprache von Gott dem Sohn, die tägliche Erneuerung und die heiligende Kraft Gottes des Heiligen Geistes, umgeben und schützen sie wie in einem umzäunten Garten. Nichts von Christi geheimnisvollem Leib soll jemals zerbrochen werden; nicht ein Lamm aus Christi Herde soll jemals aus seiner Hand herausgerissen werden.

Sie ist die Gemeinde, die das Werk Christi auf Erden tut. Ihre Mitglieder sind eine kleine Herde und klein an Zahl verglichen mit den Kindern der Welt: Eins oder zwei hier und zwei oder drei dort - einige in dieser Ortsgemeinde und einige in jener.

Aber sie sind diejenigen, die das Universum erschüttern; sie sind diejenigen, die das Geschick von Königreichen durch ihre Gebete ändern; sie sind diejenigen, die die aktiven Arbeiter für das Verbreiten der Kenntnis von reiner und unbefleckter Religion sind; sie sind das Lebensblut eines Landes, das Schild, die Verteidigung, das Feldzeichen und die Unterstützung jeder Nation, der sie angehören.

Dies ist die Gemeinde, die am Ende wirklich glorreich sein wird. Wenn alle irdische Herrlichkeit vergangen sein wird, dann soll diese Gemeinde ohne Makel vor den Thron Gottes des Vaters gestellt werden. Throne, Fürstentümer und Mächte auf der Erde sollen zu nichts kommen - Hoheiten und Ämter und Ermächtigungen werden alle vergehen; aber die Gemeinde des Erstgeborenen soll am Ende wie die Sterne leuchten, und mit Freude vor der Thron des Vaters gestellt werden, an dem Tag, wenn Christus erscheinen wird.

Wenn die Juwelen des Herrn zusammengestellt worden sind und die Sichtbarwerdung der Söhne Gottes stattfindet, dann werden Anglikanismus und Presbyterianismus und Kongregationalismus nicht erwähnt werden; nur eine Gemeinde wird genannt werden, und dies ist die Gemeinde der Auserwählten.

Leser, dies ist die wahre Kirche, zu der ein Mensch gehören muß, wenn er gerettet werden möchte. Solange Sie noch nicht dazu gehören, sind Sie nicht mehr als eine verlorene Seele. Sie können die Form, die Hülle, die Haut und die Schale von Religion haben, aber Sie haben die Substanz und das Leben nicht.

Ja, Sie können unzählige äußerliche Privilegien haben: Sie können großartige Erleuchtung und Wissen genießen, aber, wenn Sie nicht zum Leib Christi gehören, werden Ihre Erleuchtung und Wissen und Privilegien nicht Ihre Seele retten. Wie tragisch ist die Unkenntnis, die in diesem Punkt vorherrscht! Die Menschen bilden sich ein, wenn sie in diese oder jene Kirche eintreten und Kommunikanten werden und bestimmte Formen mitmachen, daß dann alles mit ihren Seelen in Ordnung sein muß.

Es ist eine vollkommene Wahnvorstellung; es ist ein krasser Irrtum. Aber nicht alle, die Israeliten genannt wurden, gehörten wirklich zu Israel, und nicht alle, die sich als Christen bezeichnen, sind Glieder von Christi Leib. Geben sie acht; Sie können ein standhafter Anglikaner oder Presbyterianer oder Unabhängiger oder Baptist oder Methodist oder Mitglied der „Offenen Brüder“ sein - und doch der wahren Gemeinde nicht angehören. Und, wenn Sie es nicht sind, wird es am Ende besser sein, wenn Sie nie geboren worden wären.


"Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus; wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm verherrlicht werden." (Römer 8,16-17)
"So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid, indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens: Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in euch allen." (Paulus an die Epheser, Kap. 4,1-6)

John Charles Ryle (* 10. Mai 1816 in Macclesfield, Cheshire, England; † 10. Juni 1900) war der erste anglikanische Bischof von Liverpool, England.

J. C. Ryle ist inzwischen auch in Deutschland durch seine Bücher "Seid heilig" (Holiness), "Gedanken für junge Männer" (Thoughts for young men), "Mit Gott auf dem Weg" (Walking with God), "Die Pflichten der Eltern" und "Beten Sie?" bekannt. Er soll einer der größten viktorianischen Evangelikalen gewesen sein. Spurgeon nannte ihn den "besten Mann der Kirche Englands".

 
 
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